Tanner: Militärische Landesverteidigung ist und bleibt Kernaufgabe unseres Heeres

Erstellt von Josef Pfleger |

In der Presse gehen derzeit die Wellen bezüglich der von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner getätigten Aussagen bezüglich einer Umstrukturierung des Bundesheeres hoch. Der ÖKB wollte – auch aufgrund vieler kritischer „Wortspenden“ von Seiten von Parteien und Militärs – wissen, was konkret und dezidiert geplant ist und bat das Ministerium um eine Stellungnahme, die wir auch bekamen und die wir unseren Kameraden und Lesern hiermit übermitteln:

„Anlässlich der aktuellen medialen Berichterstattung stellt Verteidigungsministerin Tanner klar: „Es ist völlig klar, dass die militärische Landesverteidigung die ureigenste Aufgabe des Bundesheeres ist und bleibt, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Der Schutz der Bevölkerung ist unsere Hauptaufgabe, der wir uns widmen. Zukünftig werden wir uns aber neben der klassischen Landesverteidigung auch der zukünftigen Landesverteidigung widmen. Zu diesem Zweck werden wir modernes Gerät anschaffen, mit dem wir neben unseren Grenzen auch die Server der Republik schützen und der Bevölkerung bei Katastrophen beistehen werden. Es wird keine einzige Garnison geschlossen; die Truppe wird gestärkt. Dazu wird es ein um 10% höheres Budget als im Vorjahr geben. Wie auch im Regierungsprogramm ersichtlich ist, ist die Struktur der Militärkommanden und Brigaden als Träger der Landesverteidigung sicherzustellen“.

Tanner führt weiter aus: „Das Bundesheer wird stärker als je zuvor. Wer die falschen Schwerpunkte setzt und das Bundesheer nicht in das 21. Jahrhundert führt, schwächt das Heer und gefährdet die Bevölkerung. Diese Reform stellt neben der bisherigen militärischen Landesverteidigung, die erhalten bleibt, weitere Aufgaben in den Mittelpunkt. Damit befinden wir uns im völligen Einklang mit unserer Bundesverfassung.“

General Robert Brieger: „Es ist mein Anliegen, im Rahmen des laufenden Prozesses die Kernfähigkeiten für die militärische Landesverteidigung in einer aktuellen Form zu erhalten und zu verbessern. Die Straffung der Führungsstrukturen und Delegierung von Verantwortung in die Regionen wird die Reaktionsfähigkeit erhöhen und Ressourcen für Schwergewichtsbereiche freimachen.“

tanner_fbm_n_683x1024_1586931223.jpg
BM Klaudia Tanner