Kriegsgräberfürsorge: Allerheiligensammlung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes

Erstellt von Josef Pfleger || Niederösterreich

Kriegsgräberarbeit ist Arbeit für den Frieden

 

„Unsere TOTENGEDENKTAGE um ALLERHEILIGEN und ALLERSEELEN stehen vor der Tür. Bitte spenden auch Sie für die Pflege und Erhaltung der Kriegsgräber. Sie mahnen zum Frieden und erinnern an die toten Kameraden. Das ÖSTERREICHISCHE SCHWARZE KREUZ führt zum Gedenken an die Opfer der Kriege ethisch und kulturell hochwertige Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene im Sinne der Republik Österreich durch“, steht auf der letzten Seite der jüngsten Ausgabe der Zeitung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes – Kriegsgräberfürsorge (ÖSK).

Kriegsgräberfürsorge heißt auch, dass Geld benötigt wird, um die Gräber der gefallenen Soldaten zu erhalten und zu pflegen, die Soldatenfriedhöfe selbst oder die Sammel- und Einzelgräber in unseren Friedhöfen immer wieder zu sanieren.

Schon im Staatsvertrag von St. Germain-en-Laye vom 10. September 1919 wurde u. a. festgehalten, dass die Regierungen der Vertragsstaaten verpflichtet sind, Grabstätten von beerdigten Heeresangehörigen, Kriegsgefangenen und Zivilinternierten zu achten und instand zu halten.

Auch nach Abzug der alliierten Besatzungsmächte im Jahre 1955 bestätigte der Staatsvertrag von Wien vom 15. Mai 1955, Artikel 19, die bisher erlassenen Bestimmungen über Kriegsgräber und Denkmäler. Konkret wurde dabei angeführt: „Österreich verpflichtet sich, die auf österreichischem Gebiet befindlichen Gräber von Soldaten, Kriegsgefangenen und zwangsweise nach Österreich gebrachten Staatsangehörigen der Alliierten Mächte und jener der anderen Vereinten Nationen, die sich mit Deutschland im Kriegszustand befanden, zu achten, zu schützen und zu erhalten.“

Diese Arbeit hat das Österreichische Schwarze Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium übernommen. Das ÖSK hat daher die staatliche und kirchliche Genehmigung, an den Tagen um Allerheiligen und Allerseelen Sammlungen auf den Friedhöfen durchzuführen. Das Schwarze Kreuz wird dabei vom Österreichischen Kameradschaftsbund und von Soldaten unseres Bundesheeres unterstützt – das sind also jene Leute, die seit Jahrzehnten an diesen Gedenktagen mit ihren Sammelbüchsen bei den Friedhofstoren stehen und um einen Beitrag für die Kriegsgräberfürsorge ersuchen. Allein in Niederösterreich befinden sich 205 Kriegsgräberanlagen inkl. der Einzelgräber, zu diesen betreut die Landesgeschäftsstelle weitere Anlagen in Italien der Ukraine und Kroatien, auf denen österreichische Soldaten, die gefallen oder in Lazaretten verstorben sind, ihre letzte Ruhestätte haben.

„Wir bitten auch heuer wieder alle Friedhofsbesucher um eine Spende für die Erhaltung der Gräber und Friedhöfe unserer in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten“, so ÖSK-Landesgeschäftsführer Ing. Otto Jaus sowie Militärkommandant Brigadier Mag. Martin Jawurek und NÖKB-Präsident SR Josef Pfleger. „Diese Gräber und die Kriegerdenkmäler halten schließlich auch die Erinnerung an die grausamen Folgen der Kriege wach und mahnen eindrucksvoll für die Erhaltung des Friedens.“

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Zu Allerheiligen sammeln an den Friedhofstoren Soldaten und Kameraden des ÖKB für die Kriegsgräberfürsorge.