Oper Burg Gars: Eine "Carmen", deren Besuch sich lohnt

Erstellt von CR Martin Pfleger |

Bei der diesjährigen Garser Aufführung von "Carmen" steht das unbändige menschliche Streben nach Freiheit - wie immer das Leitmotiv der "Oper Burg Gars" unter der Intendanz von Johannes Wildner - im thematischen Mittelpunkt. Und etwas ganz Positives gleich vorweg: Regisseur Dominik Wilgenbus verzichtet auf die Vergewaltigung der Bizet-Oper durch die derzeit bei vielen Inszenierungen unumgängliche krampfhafte Zeitgeist-Interpretation. Er bringt die Oper in der - fast - ursprünglichen Variante.  Da schaut man liebend gerne über Einschübe, die nicht wirklich notwendig sind, hinweg.
Die gesanglichen Leistungen waren großartig, Orchester und Chor erledigten ihren jeweiligen Part durchaus solide. 
Die für die Kostüme verantwortliche Gerlinde Höglhammer sowie Bühnenbildner Franz Zlatar haben tolle Arbeit geleistet.

Fazit: Ein Besuch lohnt sich wirklich. 

Die Aufführungen gehen noch bis 6. August, Tickets und Informationen: Tel. 02985/33000, www.operburggars.at
Für ÖKB-Mitglieder gibt es 10 Prozent Preisnachlass (Stichwort "ÖKB").

Der Link führt zur Horner Internet Zeitung, die einen Ausführlichen Bericht über die Premiere am 15. Juli 2022 brachte >>

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Ljubica Vraneš verkörperte die selbstbewusste, sinnliche Carmen, nach der sich die Männer nur so reißen, hervorragend. Sie konnte darstellerisch und stimmlich absolut überzeugen. Im zweiten Teil lief der spanische Tenor Oscar Marin (Don José), der von Montserrat Caballé entdeckt wurde, zur Hochform auf.
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Das absolute Highlight des Abends war allerdings die steirische Sopranistin Corina Koller, die in der Rolle der Micaäla brillierte. Bei ihr passte einfach alles auf allen Ebenen.
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Ein "Präsidenten-Smaltalk" in der 20-minütigen Pause - am Bild von links: NÖ-Landtagspräsident Karl Wilfing, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und NÖKB-Präsident Josef Pfleger.
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Auch NÖ Militärkommandant Martin Jawurek - hier mit NÖKB-Präsident Josef Pfleger - genoss die Carmen-Premiere.